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Nervengifte und Drogen Drucken E-Mail
Autor: Ingrid D.   
Wörter: 417   
Dendrotoxin ( Mambagift )
Spannungsgesteuerte K+ - Kanäle werden blockiert

KCN (Kaliumcyanid = Cyankali)
Lähmt die Na+/ K+ - Pumpe
Das RP wird weniger, da die Ungleichverteilung der Na+-und K+ - Ionen nicht mehr aufrechterhalten werden kann, d.h. Na+ diffundieren nach innen, K+ nachaußen; allmählich geht durch den Ionenausgleich die Erregbarkeit auf null zurück

Tetrodotoxin ( Fugugift )
  • Verstopft die Na+ - Kanäle und blockiert den Na+ - Einstrom, keine Depolarisation, kein AP
  • Die Reizbarkeit der Skelettmuskeln und der Herzmuskeln wird herabgesetzt
 α – Latrotoxin ( Schwarze Witwe )
  • Bindet an Rezeptor der präsynaptischen Membran, bildet einen Ionenkanal speziell für Ca++ aus; schlagartige, irreparable Entleerung der synaptischen Bläschen in den Synapsenspalt der motorischen Endplatte
  • Freigesetzte Neurotransmitter bewirken eine Übererregung der Muskeln und auch der Schmerzrezeptoren (Schüttelfrost, Schmerzen, Atemnot )        manchmal Tod durch Atemlähmung
  • Elektronenmikroskop zeigt völlig zerstörte präsynaptische Membran und zerstörte Zellorganellen
Curare (Pfeilgift )
  • Wirkstoff = Tubucurarin: blockiert aufgrund seiner Bauähnlichkeit zum ACh reversibel die Rezeptoren an der postsynaptischen Muskelmembran
  • Wird nicht durch die Acetycholinesterase abgebaut
  • Die Na+ - Kanäle der postynaptischen Membran bleiben geschlossen, kein AP, keine Muskelkontraktion, Atemlähmung, Tod
Muscarin ( Pilzgift )
  • Ähnlich ACh, wird aber nicht von der Acetylcholinesterase abgebaut
  • Dadurch kommt es an den Rezeptoren zu einer Dauererregung
  • Sehstörungen, Schweiß-Speichel-Tränenfluß; Blutdruckabfall, verlangsamter Herzschlag
Botulinustoxin (Botulinusbakterien: Fleischvergiftung )
  • Blockiert die Freisetzung von ACh an best. Synapsen und im Bereich der motorischen Endplatten
  • Muskellähmung, Erbrechen, Durchfall, Bauchkrämpfe
  • Tod durch Ersticken, Herzstillstand oder durch Lähmung der Herz- und Atemmuskulatur
Kokain ( Koks, Crack, Schnee )
  • Verzögert die Wiederaufnahme der erregenden Transmitter Noradrenalin und Dopamin aus dem Synapsenspalt in die präsynaptischen Versikeln
  • Wahrscheinlich hemmt Kokain die Transportmoleküle für diese Transmitter
  • Durch den längeren Transmitteraufenthalt im Synapsenspalt und durch dauerhaftes Besetzen der Rezeptoren, massive Stimulation des ZNS
Sarin ( Chemischer Kampfstoff )
  • Fast ident dem Neurotransmitter ACh; bindet sich an die Acetylcholinesterase (Schlüssel – Schloss ) und hemmt dadurch den ACh – Abbau.
  • ACh – Überschuß im Synapsenspalt, Dauerreizung des NS
  • Schweißausbrüche, Erbrechen, Krämpfe, Kreislaufkollaps, Atemlähmung
E 605 = Parathion ( Schwiergermuttergift )
  • Insektizid ( Kontaktgift )
  • Nervengift; verwandt mit Sarin; blockiert die ACh – cholinesterase irreversibel       hoher Na+ - Einstrom           keine ACh – spaltung
  • Dauererregung, Erbrechen, Krämpfe, Atemlähmung
Atropin ( Tollkirsche )
  • Gegengift zu E 605
  • Dockt an dieselben ACh - Rezeptoren an wie ACh, ohne zu aktivieren
  • Blockiert die ACh – Rezeptoren, keine Nervenreizung   
  • kein Na+ - Einstrom
  • Lähmung der Atemmuskulatur -> Tod




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