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Die Wiener Ringstraße Drucken E-Mail
Autor: Valentin Schuster   
Wörter: 490   

Wien war ab dem 13. Jahrhundert von einer Stadtmauer umgeben. Aufgrund der ersten Türkenbelagerung wurde diese dann noch weiter ausgebaut, bewährte sich bei der zweiten Türkenbelagerung, verlor dann aber an Bedeutung. 1850 wurden Vorstädte eingemeindet, wodurch die Mauer ein Verkehrshindernis darstellte.
Am 20. Dezember 1857 fiel die Entscheidung von Kaiser Franz Joseph, gegen den Rat höchster militärischer Stellen, die Stadtmauer zu schleifen. Dies konnten die Bürger am 25. Dezember in der Wiener Zeitung lesen, in der ein Handschreiben des Kaisers an den Freiherrn von Bach veröffentlicht wurde. Frei werdende Grundstücke wurden an private Investoren verkauft, diese bauten dann die berühmten Gebäude der Ringstraße. Die Stadt setzte sich auch sehr dafür ein, die Grünanlagen zu erhalten - Stadtpark, Rathauspark, Volksgarten und Burggarten. Die Gebäude wurden im Stil des Historismus gebaut.

Votivkirche - Neogotik: nach einem Attentat auf Kaiser Franz Joseph im Jahre 1853, bei dem er dem Tod entging, wurde die Genehmigung erteilt, auf dem Glacis eine Votivkirche zu bauen - die Grundsteinlegung erfolgte 1856. Ihr Vorbild sind die gotischen Kirchen, z.B. der Kölner Dom.

Oper - Neorenaissance: August Sicard von Sicardsburg und Eduard van der Nüll erbauten die Staatsoper in den Jahren 1861-69. Beide Architekten sterben jedoch bevor der Bau zu Ende ist, Nüll erhängte sich, aufgrund der vielen Kritik an dem Bau.

Rathaus - Neugotik: 1872 bis 1883 nach Entwürfen des Architekten Friedrich von Schmidt errichtet. Vorbilder: die Rathäuser im Mittelalter, z.B. das Rathaus in Brüssel

Universität - Neorenaissance: von Heinrich Ferstel in den Jahren 1873-83 erbaut. Der Baustil wurde gewählt, weil in der Zeit der Renaissance (15./16, Jahrhundert) nach dem Mittelalter die „Neuzeit“ begann und damit die wissenschaftliche Erforschung der Welt.

Burgtheater - Neobarock: entworfen und erbaut von Gottfried Semper und Karl Freiherr von Hasenauer, in den Jahren 1874-88. Das Burgtheater ist eine der wichtigsten deutschsprachigen Bühnen.

Parlament - neoklassizistisch: nach Plänen von Theophil Hansen in den Jahren 1873-83 erbaut. Hat als Vorbild die Akropolis in Athen Der Pallas-Athene-Brunnen vor dem Parlament wurde erst 1898 bis 1902 erbaut obwohl Pläne schon 1870 vorhanden waren.

Neue Burg - Neobarock: ebenfalls von Semper und Hasenauer entworfen, wurde mit dem Bau 1881 begonnen, da sich der Bau aus finanziellen Gründen über drei Jahrzehnte hinzog waren auch noch die Architekten Emil Förster, Friedrich Ohmann 1899-1907 und Ludwig Baumann 1907-13 am Bau beteiligt.





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